Vollständiger Titel der Arbeitsgemeinschaft: "Studienreform. Der Bologna-Prozess in der Archäologie" (Laufzeit 2009 bis 2016)

Der sogenannte Bologna-Prozesses hatte die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes zum Ziel. Die vom Deutschen Archäologen-Verband initiierte AG "Studienreform. Der Bologna-Prozess in der Archäologie" (Laufzeit 2009 bis 2016) beschäftigte sich mit den Ausformungen und Wirkungen der Umsetzung dieses mehrjährigen Prozesses in den altertumswissenschaftlichen Studiengängen. Sie verfolgte die Entwicklungen, die sich in allen archäologischen Disziplinen abzeichneten und gestaltete diese aktiv mit.

Die AG gründete sich 2009 aus der Beobachtung heraus, dass die Einführung der Bachelorstudiengänge gezeigt hat, wie sehr ein universitätsübergreifender Diskurs aller Beteiligten wünschenswert gewesen wäre. Sie konnte an diese Erfahrungen anknüpfend eine Drehscheibe für den Austausch der zu diesem Zeitpunkt vielerorts im Entstehen befindlichen Masterstudienordnungen sowie der vielfach erst angedachten Doktoratscurricula bilden. Bei ihren regelmäßigen Treffen tauschten sich die Mitglieder über spezifische Themenfelder und Herausforderungen aus und waren während der für die Umstellung der Studiengänge und –abschlüsse prägenden Zeit eng miteinander vernetzt. Verschiedene Lösungsansätze wurden sowohl mit Erfahrungswerten als auch auf konzeptioneller Ebene diskutiert.

Themenschwerpunkte waren u.a.:

  • Möglichkeiten der Umsetzung und des inhaltlichen Verständnisses einer strukturierten Promotion
  • neue Anforderungen der modularisierten Studiengänge an die Lehre
  • Bedeutung von Praktika und objektnahen Ausbildungsbestandteilen in Museen und Landesdenkmalämtern
  • Umgewichtung der altsprachlichen Anforderungen
  • Nutzen und Wirkung von Studiengangs- und Systemakkreditierungen als Werkzeug zur Qualitätssicherung

Durch die zunehmende Etablierung der „neuen“ Studiengänge sahen die Mitglieder der AG ihre Funktion als Austauschplattform und ihre inhaltliche Arbeit 2016 als beendet an. Es bleibt der Eindruck einen Teil zur professionellen Debatte im Verfahren des sogenannten Bologna-Prozesses speziell in den Altertumswissenschaften beigetragen zu haben.

Publikationen aus der AG bzw. der AG-vorbereitenden Arbeit in den DArV-Mitteilungsheften:

  • Jon Albers; Nadine Leisner: Back to Classics? – Die Auswirkungen der Bologna-Reformen auf die archäologischen Studiengänge. Ergebnisse einer Umfrage der AG Studienreform, Mitteilungen des Deutschen Archäologen-Verbandes 47, 2/2016, 27-30.
  • Jon Albers; Nadine Leisner: Treffen der Arbeitsgemeinschaft Studienreform, Mitteilungen des Deutschen Archäologen-Verbandes 46, 2/2015, 23-24.
  • Jon Albers; Nadine Leisner: Zu den Treffen der AG ‚Studienreform‘. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologen-Verbandes 45, 2/2014, 28-30.
  • Jon Albers; Nadine Leisner: Das Treffen der AG ‚Studienreform‘ auf der Jahrestagung des dArV in Hamburg. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologen-Verbandes 44, 2/2013, 19-21.
  • Petra Wodtke: Strukturierte Promotionsstudiengänge als letzte Stufe des Bologna-Prozesses. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologen-Verbandes 42, 2/2011, 46-45.
  • Jon Albers; Petra Wodtke: Bologna III - Diskussion. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologen-Verbandes 42, 2/2011, 59-62.
  • Jon Albers; Petra Wodtke: Bologna III - Zum Stand der strukturierten Promotionsstudiengänge. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologen-Verbandes 41, 2/2010, 144-147.
  • Jochen Griesbach; Jens Kamlah; Petra Wodtke: Übersicht zu den archäologischen Bachelor- und Master-Studiengängen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologen-Verbandes 39, 2/2008, 71-94.

Kontakt: DArV Geschäftstelle