Theorizing Resilience & Vulnerability in Ancient Studies

RGZM, AG Theorien in der Archäologie, Uni Bern, JGU Mainz, Uni Freiburg, Swiss TAG, Leibniz-Insititut für Resilienzforschung

Veranstaltungstyp: Call for Papers

Die Begriffe Resilienz und Vulnerabilität – die oft in einer weiten und vereinfachten Auslegung verstanden werden als Fähigkeit von Subjekten und Kollektiven, mit Veränderungen erfolgreich umzugehen oder für diese anfällig zu sein – sind erstaunlich ambivalent. Das betrifft sowohl ihre inhaltliche Bestimmung als auch ihre Bezogenheit aufeinander. So fällt auf, dass sich ein wesentlicher Teil der dazu entstandenen Forschungsliteratur an einer begrifflichen Fixierung oder Kritik abarbeitet, während Vorschläge zu Operationalisierungen eher selten sind. Im Rahmen des Workshops möchten wir daraus resultierend folgende theoretische Konsequenzen und Herausforderungen diskutieren: 1) erden Resilienz und Vulnerabilität in den verschiedenen Disziplinen und Forschungsfeldern konzeptualisiert? 2) Lassen sich in der Resilienz- und Vulnerabilitätsforschung insgesamt Aussagen treffen, die Prädiktionsvermögen für zukünftige aber auch vergangene Situationen aufweisen? 3) Welche Fragestellungen sind bisher, aber auch in näherer Zukunft mit Resilienz und Vulnerabilität in den Altertumswissenschaften verbunden? 4) Welche Vorannahmen und methodologischen Setzungen benötigen die Konzepte Resilienz und Vulnerabilität in den Altertumswissenschaften? 5) Welche Einheiten, Zusammenhänge, Entitäten und Gefüge können in den Altertumswissenschaften gewinnbringend mit Resilienz und Vulnerabilität untersucht werden?6) Auf welchen Skalen bieten sich Theoretisierungen der beiden Leitbegriffe an?

Wann
01. Juni 2020 - 31. Oktober 2020
Ort
Digital (Mainz)
Kosten
-
Weitere Informationen
http://resilience2020.archaeological.science