Ausstellung „Widerstand - Tod - Überleben. Zu den archäologischen Ausgrabungen im Konzentrationslager Gusen“

06.11.2025 - 31.12.2026 Ganztags

Im Museum im Haus der Erinnerung in St. Georgen/Gusen ist bis Ende des Jahres die Ausstellung „Widerstand - Tod - Überleben. Zu den archäologischen Ausgrabungen im Konzentrationslager Gusen“ kostenlos zu besuchen.

Die Ausstellung Widerstand - Tod - Überleben. Zu den archäologischen Ausgrabungen im Konzentrationslager Gusen, die vom 6. November 2025 bis zum 31. Dezember 2026 im Museum im Haus der Erinnerung in St. Georgen/Gusen gezeigt wird, führt Besuchende von der Spätbronzezeit, ins Mittelalter und über die NS-Zeit ins Heute.

Im Mittelpunkt stehen jene Objekte, die von Häftlingen im KZ Gusen ausgegraben werden mussten. Es handelt sich um bedeutende Funde eines spätbronzezeitlichen Gräberfelds, die Einblick in das Leben jener Zeit geben. Um die Umstände der KZ-Zwangsarbeit in den 1940er Jahren verständlich zu machen, werden zusätzlich Alltagsgegenstände des KZ Gusen ausgestellt.

Die besondere Situation der archäologischen Zwangsarbeiter im "Kommando Spilberg" und in den KZ-"Ausgrabungs- und Museumskomandos" wird durch die Lebensgeschichten der KZ-Häftlinge Kazimierz Gelinek, Władysław Gębik, Józef Eugeniusz Iwinski und dem Priester Johann Gruber greifbar gemacht. Die Ausstellung zeigt, wie in der NS-Zeit Menschen für Archäologie missbräuchlich eingesetzt wurden. 

Die Ausstellung verbindet verschiedene Zeit- und Bedeutungsebenen rund um das Konzentrationslager Gusen und der dort aufgefundenen archäologischen Reste sowie der beteiligten Protagonistinnen und Protagonisten. Neben dem Bereich Archäologie - das spätbronzezeitliche Gräberfeld - steht Zwangsarbeit im Konzentrationslagerkontextes und die Verbindung von prähistorischer Archäologie und rassistischer Ideologie der NS-Zeit im Fokus.

Alle Informationen unter: https://www.ooemuseen.at/museen-in-ooe/veranstaltungen/7269-widerstand-tod-ueberleben-zu-den-archaeologischen-ausgrabungen-im-konzentrationslager-gusen-hau