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Beitritt
des DArV zum Präsidium der Deutschen Verbände für Archäologie
Der Deutsche
Archäologen-Verband ist dem Präsidium der Deutschen Verbände
für Archäologie beigetreten.
Nach verschiedenen Vorgesprächen fand anläßlich der Jahrestagung
des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumsforschung in
Bamberg am 25. und 26.3.2003 ein Treffen mit Herrn Professor Thomas Schäfer,
dem Vorsitzenden des Deutschen Archäologen-Verbandes (DArV) statt.
Er wurde begleitet vom Mitglied des Vorstandes,
Frau Dr. Beate Bollmann. Schnell war man sich einig, die Idee eines Beitritts
des DArV intensiv voranzubringen, ein Anliegen, das bereits bei der Gründung
des Präsidiums grundsätzlich nach § 3 Abs. 3 der Satzung
vorgesehen war. Tatsächlich hat der DArV auf seiner Jahressitzung
am 20. Juni 2003 den Beitritt beschlossen.
Der Zusammenschluß zwischen den Verbänden für Altertumsforschung,
die man - arg verkürzt - als die "Prähistoriker" bezeichnen
könnte, und dem Verband, der in erster Linie die Klassische Archäologie
repräsentiert, spiegelt Entwicklungen der letzten Jahre, die vor
nicht allzu langer Zeit kaum vorstellbar gewesen sind, hatten sich doch
die beiden Disziplinen derart weit auseinandergelebt, daß sie bei
der Zerschlagung der alten Fakultäten an etlichen Universitäten
unterschiedlichen Fachbereichen zugeordnet worden sind. Nur das Deutsche
Archäologische Institut bildete stets ein gemeinsames Forum; es nun
im Präsidium der Deutschen Verbände für Archäologie
auf anderer Ebene zu ergänzen, ist eine glückliche, weil dem
gemeinsamen Ziel der Fächer angemessene Entscheidung. Sie entspricht
auch dem in letzter Zeit vollzogenen Zusammenschluß der archäologischen
Disziplinen zu einem gemeinsamen Institut, z. B. an den Universitäten
in Bochum und Frankfurt am Main.
Dieser
Beitritt erforderte jedoch eine Veränderung der Satzung des Präsidiums,
nicht allein deshalb, weil der DArV als Mitglied in der Satzung genannt
sein mußte, sondern auch wegen der Modalitäten der Vorstandswahl.
In § 8 Abs. 1 - 2 war nämlich festgelegt, daß diese während
einer "gemeinsamen Mitgliederversammlung der Regionalverbände"
erfolgt. Dies hätte die zusätzliche Teilnahme des DArV an den
gemeinsamen Mitgliederversammlungen erfordert was sich als eine unrealistische
Vorstellung erwies. Gleichermaßen galt dies in den Gesprächen
mit der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte, mit
der seit 1999 über einen Beitritt zum Präsidium gesprochen worden
ist; diese Gespräche wurden im Januar 2004 beendet.
Die Satzung vom 26.4.1994 war daher in verschiedenen Punkten zu überarbeiten.
Dies betraf als erstes den Namen und abgesehen von dem bereits erwähnten
Punkt als wichtige Ergänzung, daß die Arbeitsgemeinschaften
der drei Regionalverbände im
"Erweiterten Präsidium" mit beratender Stimme vertreten
sind, vgl. jetzt § 3 Abs. 4. Die neue Satzung wurde
während der Tagung des West- und Süddeutschen Verbandes für
Altertumsforschung in Ingolstadt am 11.6.2003 verabschiedet und ist inzwischen
nach einer weiteren Veränderung wiederum im Registergericht in Schleswig
eingetragen.
Siegmar von Schnurbein
Direktionssekretariat
der Roemisch-Germanischen Kommission
des Deutschen Archaeologischen Instituts
Palmengartenstr. 10-12
D-60325 Frankfurt/Main
Tel.: 069 / 97 58 18 26
Fax: 069 / 97 58 18 40
Satzung des Präsidiums der Deutschen Verbände für Archäologie:
als doc-Datei zum Downloaden
(Verabschiedet bei der Sitzung am 11. Juni 2003, verändert im Januar
2004)
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