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Archäologie in Zeiten modularisierter Studiengänge – Bachelor / Master und danach? Visionen, Umsetzungen, Perspektiven

 

Die Diskussionsforen und ihre Themengebiete

EinleitungThemenRegeln zur Nutzung des Forums

Einleitung

Um Anregungen, Beiträge (z. B. Erfahrungsberichte) und kritische Anmerkungen inhaltlich zusammenhängend diskutieren zu können, haben wir uns entschieden, für zentrale Themenbereiche separate Foren einzurichten. Doch soll damit einer inhaltlichen Diskussion auf der Jahrestagung nicht etwa vorweggegriffen werden. Vielmehr sollen die Foren dazu dienen, die drängendsten Problemfelder aus den unterschiedlichen Perspektiven präziser zu umreißen, einen Eindruck von ihrer Dringlichkeit zu erhalten und sich abzeichnende Fragenkomplexe so zu bündeln, dass sie auf der Tagung adäquat präsentiert und konzentriert diskutiert werden können. Wir freuen uns auf einen intensiven und anregenden Austausch.

Themenbereiche
(Durch ein Klicken auf die Links gelangen Sie zu den Forumsseiten.)

Ohne eine allzu strikte inhaltliche Festlegung vorgeben zu wollen, scheinen uns folgende Themenbereiche und mit diesen verbundene Fragestellungen in Hinblick auf das Thema der Jahrestagung des DArV von besonderem Interesse zu sein:

Die inhaltliche Konzeption der Studiengänge
Die Konzeption der neuen Studiengänge zwingt in aller Regel zu einer verbindlicheren Definition der Studieninhalte. Geschieht dies in der Praxis nach dem Motto: Alter Wein in neuen Schläuchen? oder werden die Inhalte den veränderten Anforderungen an die universitäre Lehre angepasst? Sind in der Gesamtschau der bereits zahlreich eingerichteten Studiengänge (s. Homepage DASV) – die häufig in Kenntnis der Entwürfe anderer Institute formuliert wurden – Tendenzen erkennbar, die auf eine übergreifende Definition von Kernbereichen der archäologischen Fächer hinauslaufen? Wie viel Kanonisierung brauchen und wollen wir?

Die Interdisziplinarität der meisten archäologischen Studiengänge:
Aufgrund der beschränkten Lehrkapazitäten sind viele archäologische Fächer auf neue Koalitionen angewiesen. Ist der darin enthaltene Zwang zur Interdisziplinarität nur eine in Kauf genommene Verlegenheitslösung oder wird er Gewinn bringend oder gar als zukunftsfähiges Modell inhaltlich ausgestaltet?

Neue Anforderungen an die universitäre Lehre:
Die Neugestaltung der Veranstaltungen im Sinne der Modularisierung und einer genaueren Festlegung von workload eröffnet Chancen zu einer Neukonzeptionierung in der Vermittlung von Studieninhalten. Wie begegnen die Studienordnungen diesen Anforderungen und Möglichkeiten, zeichnen sich neue Wege der Lehr- und Lernkultur ab? Ist bereits jetzt eine deutlichere Trennung von Forschung und Lehre erkennbar?

Die geforderte "Offenheit" der Studiengänge:
Bologna sollte ursprünglich eine bessere Vergleichbarkeit von Studienleistungen gewährleisten und damit auch die Mobilität der Studierenden erhöhen. Wie sehen die Erfahrungen hinsichtlich des Studienortwechsels im Rahmen eines BA-Studiums oder im Zuge des Übergangs von der BA- zur Masterphase realiter aus? Welche Probleme zeichnen sich ab und welche Lösungsmöglichkeiten werden entworfen bzw. haben sich als praktikabel erwiesen?

Die Akkreditierung archäologischer Studiengänge:
Die vorgesehenen Akkreditierungsverfahren werfen ihre Schatten meist schon in der Entwurfsphase der Studiengänge voraus. Inwiefern wird in der Praxis den Instituten tatsächlich Raum gelassen, eigene Modelle der Wissensvermittlung zu entwerfen? Inwiefern bildet sich – womöglich in 'vorauseilendem Gehorsam' – aber auch nur eine nivellierte Annahme heraus, wie ein Studiengang idealiter auszusehen hat, um potentiellem Widerspruch aus dem Weg zu gehen? Haben in den länger etablierten Studiengängen bevorstehende Neuakkreditierungen bereits dazu geführt, eigene Studienordnungen kritisch zu prüfen? Welche – womöglich ähnlichen – Erfahrungswerte und Lösungen zeichnen sich dabei ab?

Weitere Themenbereiche und Diskussionspunkte für die Tagung können aber auch sein (und hier oder bei besonderer Dringlichkeit in einem eigenen, dann einzurichtenden Forum diskutiert werden):

  • Wozu sollen die Studiengänge ausbilden und wozu bilden sie aus? Gibt es überhaupt Konsens? Wie sehen erste Erfahrungen und Einschätzungen außerhalb der Wissenschaft aus?
  • Wie werden beim Studienortwechsel ins Ausland die deutschen BA-Abschlüsse und vermittelten Inhalte beurteilt? Ist die immer wieder propagierte internationale Akzeptanz vorhanden? Welche Defizite in der inhaltlichen Ausbildung werden von auswärtigen Institutionen, aber auch Studierenden mit Auslandserfahrung genannt?
  • Nach dem BA: Sind die Masterstudiengänge vor allem Fortführung traditioneller Fachidentitäten oder bilden sich im Rahmen einer Ausdifferenzierung (oder Zersplitterung) auch neue inhaltliche Felder heraus oder werden aufgegriffen?
  • Nach dem Master: Wie sehen Überlegungen für Promotionsstudiengänge aus? Was sollen/können sie über das Verfassen der Dissertation hinaus leisten?
  • Wie steht es um besondere Anforderungen an die Lehrqualifikationen der Dozenten im Rahmen der neuen Studiengänge? Wie wird ihnen begegnet?

 

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Regeln zur Nutzung des Forums

Bitte beachten Sie auch folgende Regeln zur Nutzung des Forums:

  • Die Beiträge sollen unter Klarnamen verfasst sein. Es erscheint uns vor dem Hintergrund auf der Jahrestagung zu führender Diskussionen sinnvoll, Äußerungen und Ideen auch mit Personen verbinden zu können. Zugleich trägt dies nach unserer Erfahrung aber auch zur Beibehaltung eines sachlichen Diskussionsstils bei.
  • Die Moderatoren behalten es sich vor, Beiträge zu edieren, in andere Foren zu verschieben und gegebenenfalls – bei Missachtung grundsätzlicher Regeln der Etikette oder Umgangsformen – auch zu löschen.

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letzte Aktualisierung: 20.11.2007