Mehr zum neuen Logo des DArV
Startseite Information Aktuelles Service Stellenbörse Mitgliedschaft Kontakt Impressum
               

 
aktuelle Anliegen  
Mitgliederversammlungen  
Tagungen  
Hochschulpolitik  
 

Auf der Jahrestagung des DArV im Juni 2009 wurden erstmals Arbeitsgemeinschaften im DArV gegründet.

Die AGs arbeiten zu berufspolitischen, aber auch zu inhaltlichen Themen und verfolgen diese längerfristig, als das im Rahmen von einzelnen Tagungen möglich ist. Wir möchten auf diese Weise viele Mitglieder stärker in die Arbeit einbinden, den Verband noch lebendiger machen und das enorme Potential unserer über 1000 Mitglieder besser "nutzen". Diese AGs werden vom Verband im Rahmen des Machbaren logistisch und finanziell bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Bisher wurden folgende Gruppen gegründet:

Alle, die Interesse an einer Mitwirkung haben, werden aufgefordert, sich bei den genannten Ansprechpartnern zu melden. Wir hoffen auf ein reges Interesse!!

Darüberhinaus ist es jederzeit möglich, weitere AGs zu gründen, sei es berufsbezogen (Mittelbau-AG, Volontärs-AG etc.) oder zu inhaltlichen Fragen (wie etwa Restaurierungs-AG, Methoden-AG oder Randgebiete betreffend, wie Zypern-AG etc. ...). Wenden Sie sich mit einer Idee bitte an den Vorsitzenden des DArV oder die Geschäftsstelle.

Arbeitsgemeinschaft "Studienreform. Der Bologna-Prozess in der Archäologie"

Die Umsetzung des Bologna-Prozesses, der die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes zum Ziel hat, ist noch nicht abgeschlossen.
Die vom Deutschen Archäologenverband initiierte AG "Studienreform. Der Bologna-Prozess in der Archäologie" hat zum Ziel, die Entwicklungen, die sich in allen archäologischen Disziplinen abzeichnen, zu beobachten und vor allem aktiv mitzugestalten. Denn wer, wenn nicht die Betroffenen, entscheiden über die Inhalte eines Systems.

Die Einführung der Bachelorstudiengänge hat gezeigt, wie sehr ein universitätsübergreifender Diskurs aller Beteiligten wünschenswert gewesen wäre. Die AG kann in dieser Hinsicht eine Drehscheibe für den Austausch über die noch im Entstehen befindlichen Masterstudienordnungen bilden.

Ähnliches gilt für den PhD als dritte Stufe des Bologna-Systems, welche die Einführung einer strukturierten Promotion fordert. Im Bestreben hier eine sinnvolle Struktur zu schaffen, gibt es bisher verschiedene Lösungsansätze, die von einer eigenen Studienordnung bis zur Einrichtung von Graduiertenkollegs reichen. Auch an dieser Stelle kann die AG ein Forum für den Austausch und die Informationsgewinnung sein, um hier ähnlichen Fehlern und Ungereimtheiten wie zu Beginn der Studienreform bei der Umstellung auf den Bachelorabschluss entgegenzuwirken.

Die modularisierten Studiengänge stellen z. T. ganz neue Anforderungen an die Lehre. Damit ist nicht nur die Formulierung eines Kompetenzziels gemeint, auf das Dozentinnen und Dozenten ihre Seminare hin strukturieren müssen. Auch sollten durch Praktika oder die objektnahe Ausbildung Museen und Landesdenkmalämter stärker in die universitäre Ausbildung mit einbezogen werden.

Ein weiteres großes, noch weitgehend unerschlossenes Feld ist die Qualitätssicherung der Lehre, die in Deutschland in Form von Akkreditierungsverfahren gewährleistet wird. Potenzielle Teilnehmer eines solchen Verfahrens sind alle archäologisch arbeitenden Personen. Diese zu informieren und zu qualifizieren könnte die AG ebenfalls als ihre Aufgabe definieren.

Darüber hinaus ist sicherlich auch ein internationaler Vergleich interessant. Dieser kann sowohl mit den Ländern erfolgen, aus denen das Studiensystem adaptiert wurde. Aber auch Lösungsansätze anderer europäischer Hochschulen, die im Zuge der Umstellung mit ganz ähnlichen neuen Situationen konfrontiert wurden wie die deutsche Archäologie könnten ein Untersuchungsfeld sein.

Eine Arbeitsgemeinschaft lebt von Mitarbeit. Daher sollen auch nicht zuletzt Sie als Mitglied dieser AG Ihre Ideen und Erwartungen an dieselbe formulieren und einbringen.
Ich freue mich sehr über Ihr Interesse und die produktive Zusammenarbeit.

Petra Wodtke
Kontakt: petra.wodtke@web.de

Zurück zum Seitenanfang

Arbeitsgemeinschaft "Archäologie als Beruf"

Im deutschsprachigen Raum gibt es kein rechtlich festgelegtes und geschütztes Berufsbild "Archäolog/in". Vielfach gibt es sogar miteinander konkurrierende Auffassungen darüber, wie der Beruf zu definieren ist:
Von Seiten der Arbeitgeber/innen im öffentlichen Dienst und an den Universitäten wird die Bezeichnung "Archäologe/in" der Regel nach für Personen gebraucht, die sich durch den entsprechenden Studienabschluss in einem archäologische Fach qualifiziert haben. Andere Institutionen fassen den Beruf weiter und beziehen auch solche Personen mit ein, die sich als Freiberufler oder durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit in Verbänden und Vereinen auf diesem Arbeitsfeld engagieren. Nach wie vor strittig ist die Position der "Grabungstechniker/innen", "Grabungsingenieure/in", "Restauratoren/innen archäologischen Kulturgutes" und anderer Spezialisten/innen etwa im Bereich der naturwissenschaftlichen Archäologie und Archäometrie, obgleich diese Arbeitsbereiche heutzutage einen festen Bestandteil der archäologischen Berufswelt bilden. Nicht zuletzt hat man sich deshalb im Kooperationsvertrag zwischen DASV, DGUF, WSVA und GNAA darauf geeinigt hat, auf den Begriff "Archäologe/in" zu verzichten und in sehr viel allgemeinerer Form von "in der Archäologie tätigen Personen" zu sprechen.

Inwiefern eine Definition, wer ein/e Archäologe/in ist und wer nicht, erforderlich ist, sei dahingestellt. Dringend notwendig ist jedoch, dass es eine präzise Beschreibungen gibt, welche Beschäftigungsfelder zum gegenwärtigen Zeitpunkt in der Archäologie existieren. Solche klaren Berufsfeldbeschreibungen können bspw. Studierenden und Absolventen eine wichtige Orientierungshilfe bieten, so dass sie angeregt werden, eigene Perspektiven außerhalb der "klassischen Berufsfelder" zu entwickeln, um somit letztlich zielorientierter studieren zu können. Desweiteren kann eine derartige Übersicht eine gute Grundlage für Studien bieten, die sich mit der Berufssituation derjenigen beschäftigen, die in der Archäologie tätig sind.

Wir schlagen daher vor, eine verbandsübergreifende Arbeitsgemeinschaft zu gründen, in der zunächst die verschiedenen Berufsfelder, die derzeit in der Archäologie bestehen, erarbeitet werden, um sie sodann durch Beschreibungen zu erfassen. Ziel soll es sein, die Arbeitsergebnisse auf einer gemeinsamen Internetplattform zu veröffentlichen.

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Verbände ist ein zentrales Anliegen der Initiatoren dieser AG, denn nur so können die verschiedenen Kompetenzen gebündelt werden und nur so kann letztlich ein homogenes Bild dessen entstehen, was unter "Archäologie als Beruf" zu verstehen ist.

Initiatoren:
Therese Burmeister
Gerhard Ermischer (Spessartprojekt e.V.)
Martina Leistner (Organisationsteam Archaeoworks)
Sven Spantikow (Mitglied des Netzwerkes Kulturgut)
Tobias Wachter (Mitglied des DArV)

Kontakt: tobias.wachter@fu-berlin.de

Zurück zum Seitenanfang


Arbeitsgemeinschaft "Frauen in der Archäologie"

Bei Vorträgen im Rahmen der diesjährigen dArV-Jahrestagung zum Thema "Situation und Chancen des Nachwuchses in der Archäologie" stellte sich heraus, dass im Vergleich zu einem hohen Anteil von Frauen im Studium sowie bei Abschlüssen in den Archäolgien nur wenige Frauen Professorinnen an Universitäten sind und nur wenige unbefristete Stellen mit leitenden Funktionen an Museen innehaben. Sie arbeiten vornehmlich auf befristeten Projektstellen.

Diese Beobachtung war Anlass, sich in einer AG allgemein und objektiv mit dem Thema Frauen in der Archäologie auseinander zu setzten. Schwerpunkte sollen in einer ersten Phase der AG diskutiert und festgelegt werden.

Bei Interesse bitte melden: tabaczek@zedat.fu-berlin.de

Zurück zum Seitenanfang


Arbeitsgemeinschaft "Antikenmuseen"

Alle Antikenmuseen Deutschlands verbindet der Auftrag, Geschichte und Kunst antiker Kulturen zu bewahren, zu erforschen und an ein breites Publikum zu vermitteln. Die Museumsarbeit unserer Zeit ist geprägt von den hohen Ansprüchen einer zunehmenden Professionalisierung. Marketing, Zielgruppenorientierung und Profilbildung sind einige Schlagworte, welche diese neuen Anforderungen beschreiben. Fragen zu Erhaltung und Schutz des Sammlungsgutes sind altbekannt und ebenfalls hochaktuell.

Die Arbeitsgruppe Antikenmuseen im DArV soll Gelegenheit geben, aktuelle und grundsätzliche Fragen zu diskutieren, Meinungen und Erfahrungen von Kollegen zu hören sowie gemeinsame Projekte zu beginnen. Mögliche erste Themen könnten sein:

1) Wie kann die Dauerausstellung einer Antikensammlung im 21. Jahrhundert präsentiert werden? Welche Rolle spielen Szenographie und Medieneinsatz?
2) Welche Zielgruppe hat die Klassische Antike jenseits der Schülergruppen der Gymnasien? Wie kann es gelingen ein breites Publikum zu erreichen?
3) Welche Sonderausstellungen sind geplant? Welche Themen, welche Konzepte und welche Exponate versprechen Erfolg?
4) Viele Antiken-Sammlungen sind schon im 18. Jahrhundert entstanden. Welche Bedeutung hat diese historische Dimension für die Präsentation und Vermittlung der Museen?

Gespräche mit Kollegen anderer Museen ermutigen mich, dieses Anliegen zu formulieren. Ich freue mich, dass der DArV mir Gelegenheit gibt, zur Gründung einer Arbeitsgruppe aufzurufen. Die Arbeitsgruppe steht allen Interessierten offen, spricht aber vornehmlich die Mitarbeiter der Antikenmuseen an.

Ein erstes Treffen der Arbeitsgruppe könnte schon in diesem Herbst stattfinden, gerne in Kassel. Bitte senden Sie Beiträge und Rückmeldungen an:

Dr. Rüdiger Splitter
Antikensammlung
Museumslandschaft Hessen Kassel
Postfach 410 420
D - 34 066 Kassel
Fon +49 (0) 0561 316 80 110
Fax +49 (0) 0561 316 80 111
email: r.splitter@museum-kassel.de

Zurück zum Seitenanfang

Arbeitsgemeinschaft "Etrusker und Italiker"

Die Klassische Archäologie betrachtete von Anbeginn ihres Bestehens neben der griechischen und römischen Kultur auch die der Etrusker als ihr Forschungsfeld. Während etruskologische Studien immer integrierender Bestandteil des Faches waren, zeitweise auch florierten, gerieten sie in den letzten Jahrzehnten, jedenfalls was die deutschsprachigen Länder betrifft, zunehmend in den Hintergrund. Die Etrusker und ihre materielle Hinterlassenschaft werden mittlerweile sogar zu so genannten Randgebieten der Klassischen Archäologie gezählt. Dies ist insofern abträglich, als die Etrusker einen wesentlichen Faktor im historischen Gefüge des Mittelmeerraumes darstellten, dessen Geschichte und Kultur ohne Berücksichtigung der Etrusker daher nur lückenhaft zu verstehen sind, auch die Entwicklung Roms ohne die Kenntnis des vorrömischen Italiens, das allerdings nicht allein von den Etruskern geprägt wurde, sich unserer Kenntnis nur in eingeschränktem Maße erschließt. Die Klassische Archäologie, in deren Zuständigkeit Studien zu den Etruskern und Italikern nach Art der verfügbaren Quellen naturgemäß gehören, und mit ihr die Altertumswissenschaften laufen somit Gefahr, ein wichtiges, wenn nicht sogar zentrales Forschungsfeld zu verlieren.

Dieser Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die mit der Aufgabe der einzigen deutschen Professur für Etruskologie in Tübingen noch verschärft wurde, soll mit der Arbeitsgemeinschaft "Etrusker und Italiker" entgegengewirkt werden. Daß eine Stärkung dieses Forschungsfeldes offenbar auch einem vielfach empfundenen Bedürfnis entspricht, läßt sich an der großen Resonanz ablesen, welche die vom Deutschen Archäologen-Verband geförderte Tagung "Neue Forschungen zu den Etruskern" im November 2008 in Bonn sowie weitere einschlägige Initiativen der Bonner Kolleginnen und Kollegen in den Jahren 2008 und 2009 erfahren haben. Um diese Initiativen zum Auftakt für weitere Aktivitäten in diesem Bereich zu machen, wurde bei der Jahrestagung des Deutschen Archäologen-Verbandes 2010 in Tübingen die Arbeitsgemeinschaft "Etrusker und Italiker" gegründet. Sie wird sich zunächst mit der Frage befassen müssen, wie dieses Forschungsfeld innerhalb des Faches wieder gestärkt und nachhaltig gefördert werden kann. Darüber hinaus soll sie aber auch Raum für inhaltliche Auseinandersetzungen bieten. Die Arbeitsgemeinschaft soll zu einem Forum für all Jene werden, welche sich mit Studien zum vorrömischen Italien beschäftigen oder dafür interessieren. Angesprochen sind Studierende der Klassischen Archäologie ebenso wie Hochschullehrer und Mitarbeiter von Museen oder anderen Forschungseinrichtungen. Ein erstes Treffen dieser Arbeitsgemeinschaft ist für September 2010 geplant.

Beiträge und Rückmeldungen senden Sie bitte an:
Dr. Friederike Bubenheimer-Erhart, Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien, Franz-Klein-Gasse 1, A – 1190 Wien, eMail: friederike.bubenheimer-erhart@univie.ac.at.

Zurück zum Seitenanfang

 

 

Startseite - Information - Aktuelles - Service
Stellenbörse - Mitgliedschaft - Kontakt - Impressum

 

letzte Aktualisierung: 21.7.2010