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"Archäologie
kann Gesellschaft"
Sektion des DArV beim 7. Deutschen Archäologiekongress in Bremen
vom 3. bis 7. Oktober 2011
Mittwoch,
den 5.10.2011, 9.00–15.45 Uhr
In der Vergangenheit haben Berührungsängste oder Zurückhaltung
einen konsequenten Dialog zwischen Archäologie und Gesellschaft
oft verhindert. Die aufkommende Diskussion über gesellschaftliche
Partizipation, kulturelles Erbe und Deutungshoheit, aber auch politische
Stagnation bzw. Veränderungen in den Partnerländern der
deutschen Archäologie werfen jedoch die Frage auf, ob sich
die Archäologie in diesen Fragen nicht stärker engagieren
müsste. Es gilt, diese Prozesse zu erkennen, im Idealfall nachzuvollziehen
und daraus Konsequenzen für die gesellschaftliche Verantwortung,
die sich aus archäologischem Arbeiten ergibt, abzuleiten. Ziel
der Sektion ist es, erste Ergebnisse als Ausgangspunkt für
einen zukünftigen Dialog zu formulieren.
Um
dem innovativen Thema den entsprechenden Kontext zu geben, wird
die Sektion im Geist einer Open-Space-Konferenz durchgeführt.
Alle Teilnehmer legen gemeinsam die Themen fest, die in kleinen
Diskussionsrunden behandelt und protokolliert werden. Abschließend
werden die Ergebnisse im Plenum zusammengeführt und als Konzeptpapier
festgehalten.
Mögliche
Themen und Fragen
Bisher vorgeschlagene Themenblöcke, die zusammen oder getrennt
diskutiert werden können:
- Was ist die gesellschaftliche Relevanz von Archäologie? Was
"bringt" sie der Gesell-schaft? Wo greift die Archäologie
in die Entwicklung der Gesellschaft ein?
- Muss sich die Archäologie die Frage nach ihrer Relevanz überhaupt
stellen, oder be-ruht diese bereits allein auf ihrer Funktion, zum
Bewahren von Kulturgut beizutragen? Wenn ja, wer darf entscheiden,
was bewahrenswertes Kulturgut ist?
- Wer deutet das Kulturgut und für wen? Sollten ArchäologInnen
hier die Deutungsho-heit haben? Oder sollte es auch in der Wissenschaft
eine Teilhabe der Gesellschaft geben?
- Wie sieht die Rückwirkung gesellschaftlicher Ausprägungen
auf die Archäologie aus?
- Inwieweit sind die ArchäologInnen für die Darstellung
von Geschichte und deren Be-wertung verantwortlich bzw. können
verantwortlich sein (z.B. mit Blick auf die Living-History-Gruppen
wie Ulfhednar)?
- Ist es eine Aufgabe von ArchäologInnen, die Gesellschaft
in ihre Arbeit einzubezie-hen, dabei aber die Deutungshoheit zu
behalten?
Archäologie
im Ausland:
Als der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei kurz
nach der Eröffnung der von deutschen Museen initiierten Ausstellung
"Kunst der Aufklärung" in Peking im April 2011 verhaftet
wurde, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann: "Wer sich
auf dem Parkett der internationalen Kulturpolitik bewegt, muss sich
immer bewusst sein, dass er gerade in unfreien Ländern ein
Mandat als Anwalt der Freiheit – wo immer es geht –
wahrzunehmen hat."
Ergibt
sich daraus auch eine Schlussfolgerung für die Archäologie?
- Gilt das Gesagte nur für Vertreter der Kunst und für
Kulturpolitiker oder nicht auch für Wissenschaftler? Sind Wissenschaftler,
die im Ausland forschen nicht immer Teil der internationalen Kulturpolitik?
- Darf man die gesellschaftliche Wirkung einer Grabung ausblenden?
Gibt es so etwas wie "wissenschaftliche" Neutralität?
Oder leitet sich aus der Freiheit, in der wir leben, eine gesellschaftliche
Verpflichtung ab? Inwieweit dürfen ArchäologInnen mit
unde-mokratischen Staatssystemen zusammenarbeiten?
- Und was für eine Schlussfolgerung würde sich daraus
für das Verhalten der Archäo-logInnen ergeben? Wenn man
ganz auf eine Zusammenarbeit und einen Dialog ver-zichtet, ließe
man kritische Denker in dem jeweiligen Land im Stich. Protestiert
man zu sehr, riskiert man nicht nur den Rauswurf (Verlust von Grabungslizenzen
oder gar Einreiseverbot), sondern bringt evtl. auch noch seine einheimischen
Mitarbeiter und Partner in Gefahr.
Was
ist eine Open-Space-Konferenz?
Typisch für eine Open-Space-Konferenz ist die inhaltliche und
formale Offenheit. Sie ist anders als die üblichen Konferenzen
mit einem vorgegebenem Programm und Vorträgen, die auf alle
ein bisschen und doch auf niemanden richtig passen.
In
einer Open-Space-Konferenz gibt es keine Tagesordnung. Zu Beginn
der Veranstaltung werden von Moderatoren die Themen gesammelt. Alle
Themen, die zu dem bewusst allgemein formulierten Oberthema passen,
werden aufgenommen. Dabei wird keine Unterscheidung zwischen der
Priorität der Themen oder deren Bedeutung getroffen. Jedes
Thema wird anschließend in einer Gruppe diskutiert.
Dabei
ist die Struktur einer Konferenz nach Open Space festgelegt. Diejenigen,
die ein Thema vorgeschlagen haben, leiten die jeweilige Kleingruppe,
in der diskutiert wird. Es gibt einen Protokollvordruck, der während
der Diskussion ausgefüllt wird, um hinterher dem Plenum für
die Entwicklung eines Konzeptpapiers zur Verfügung zu stehen.
Weitere Regeln beziehen sich auf das konkrete Diskussionsverhalten,
wie etwa respektvoller Umgang mit Gesprächspartnern, und werden
am Tag der Konferenz für jeden sichtbar visualisiert.
Besonders
für Open Space ist auch das "Herumflattern". Die
Teilnehmer müssen sich nicht auf eine Gruppe festlegen, sondern
können von einer zur nächsten wechseln, oder eben in einer
Gruppe bleiben, wenn sie das mögen.
Ziel
einer Open-Space-Konferenz ist es, in kurzer Zeit mit einer großen
Zahl von Menschen zu einem umfassenderen Thema Aufbruchstimmung
zu erzeugen. Wesentliche Teilthemen können unter diesen Bedingungen
innovativ und lösungsorientiert besprochen werden, damit daraus
konkrete Projekte entstehen können.
Ansprechpartner
im Organisationsteam: Beate Bollmann (b.bollmann@t-online.de),
Patricia Rahemipour (rahemipour@gmx.de),
Tobias Wachter (tobias.wachter@proconventu.de)
Programm
des 7. Deutschen Archäologiekongresses
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Titeldaten
aus ZENON DAI in Literaturverwaltungsprogramme übernehmen und
nach den DAI-Zitierrichtlinien abspeichern
Sie
können mit Ihren Literaturverwaltungsprogrammen wie z.B. Endnote
und Citavi im ZENON DAI (http://opac.dainst.org) recherchieren und
die Titel nach den DAI-Zitierrichtlinien abspeichern.
Im ZENON DAI, dem Verbundkatalog des DAI, finden Sie zur Zeit ca.
730 000 Titel (Bücher, Aufsätze, Zeitschriftentitel).
Zum
Vorgehen:
Endnote: Die Verbindungsdatei zu ZENON (connection file) und die
Formatdatei (style file) für die Ausgabe der Daten im DAI-Zitierstil
können Sie an dieser Stelle herunterladen.
Citavi:
In "Citavi" ist die ZENON-Recherche bereits integriert
und aktualisiert worden. Sie benötigen keinen "connection
file".
Wir
arbeiten derzeit daran, diesen Service auch für weitere Literaturverwaltungsprogramme
wie z.B. Zotero und LitLink anzubieten.
Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Thänert
--
Sabine Thänert M.A.
Deutsches Archäologisches Institut
- Zentrale, IT-Referat -
Podbielskiallee 69-71
D- 14195 Berlin
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Zwei
neue Angebote bei "Propylaeum - Virtuelle Fachbibliothek Altertumswissenschaften"
Im
Fachportal "Propylaeum
- Virtuelle Fachbibliothek Altertumswissenschaften" für
die Fächer Ägyptologie, Alte Geschichte, Klassische Archäologie,
Klassische Philologie sowie Vor- und Frühgeschichte werden
seit Frühjahr 2007 wissenschaftlich relevante Informationen
angeboten. So sind dort unter anderem verschiedene Instrumente für
die Literaturrecherche und die Suche nach elektronischen Ressourcen
für FachwissenschaftlerInnen und Studierende gebündelt.
Seit
kurzer Zeit gibt es nun zwei neue Angebote, die die Recherche verkürzen
und effizienter machen:
"PropylaeumSEARCH"
bietet Ihnen erstmals die Möglichkeit, in unterschiedlichen
altertumswissenschaftlichen Datenbanken und Online-Katalogen übergreifend
zu recherchieren. Dazu gehören die Fachkataloge der Universitätsbibliothek
Heidelberg, der Bayerischen Staatsbibliothek München und des
Deutschen Archäologischen Instituts. Hinzu kommen die Aufsatzdatenbank
"OLC-SSG-Altertumswissenschaften", die Titel von Aufsätzen
aus über 160 Zeitschriften erschließt, sowie die Internetquellen-Datenbanken
"SISYPHOS" und "KIRKE".
Im
"WWW-Suchraum
Klassische Archäologie / Ägyptologie" lassen
sich nicht nur die in SISYPHOS erschlossenen Internet-Quellen finden,
sondern auch diejenigen Web-Sites, welche das gesuchte Stichwort
in ihrem Volltext aufweisen. Somit bietet der Suchraum eine größere
Treffermenge, deren fachliche Relevanz jedoch gesichert bleibt.
Wir
würden uns freuen, wenn Sie diese neuen Funktionen von "Propylaeum"
ausprobieren würden und sind gespannt auf Ihre Rückmeldung.
Dr. M. Effinger,
UB Heidelberg
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Propylaeum-DOK-Publikationsplattform
Altertumswissenschaften
- Neues Angebot des Sondersammelgebiets Archäologie
der Universitätsbibliothek Heidelberg
Sehr
geehrte Damen und Herren,
die neue altertumswissenschaftliche Publikationsplattform Propylaeum-DOK
(http://propylaeumdok.uni-hd.de)
lädt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur elektronischen
Publikation ihrer Veröffentlichungen ein!
Propylaeum-DOK
ist der Volltextserver von 'Propylaeum' (http://www.propylaeum.de),
der 'Virtuellen Fachbibliothek Altertumswissenschaften'. Dieses
DFG-geförderte Projekt betreibt die UB Heidelberg mit ihren
Sondersammelgebieten Klassische Archäologie und Ägyptologie
seit Mitte letzten Jahres gemeinsam mit der Bayerischen Staatsbibliothek
(Sondersammelgebiete Vor- und Frühgeschichte und Klassische
Altertumswissenschaften einschl. der Alten Geschichte, Mittel- und
Neulateinische Philologie, dem Portal KIRKE, dem Lehrstuhl für
Latinistik der Humboldt-Universität zu Berlin (Professor Dr.
Ulrich Schmitzer), dem Deutschen Archäologischen Institut sowie
mit Gnomon Online (Professor Dr. Jürgen Malitz). Ziel ist es,
ein zentrales, altertumswissenschaftliches Fachportal aufzubauen,
das sowohl umfassende Recherche- und Informationsmöglichkeiten
als auch direkten Zugang zu elektronischen Primär- und Sekundärquellen
bietet. Der Online-Gang des Portals erfolgt am 21.03.07 anlälich
des Bibliothekartages in Leipzig.
Die
im Aufbau befindliche Publikationsplattform Propylaeum-DOK wird
von der UB Heidelberg bereitgestellt. Sie bietet Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern weltweit die Möglichkeit, ihre altertumswissenschaftlichen
Veröffentlichungen kostenlos und in elektronischer Form nach
den Grundsätzen des Open Access im WWW verfügbar zu machen.
Dies können auch Zweitpublikationen bereits gedruckt erschienener
Veröffentlichungen sein. Die Arbeiten werden mit standardisierten
Adressen (URN) und Metadaten (OAI-PMH) dauerhaft und zitierfähig
archiviert. Sie sind damit in verschiedenen Bibliothekskatalogen
und Suchmaschinen weltweit recherchierbar.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses Angebot selbst
wahrnehmen oder Kolleginnen und Kollegen auf diese neue Publikationsmöglichkeit
hinweisen würden.
Nähere
Informationen finden Sie unter
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/public.php?la=de
Für Auskünfte und Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich
jederzeit sehr gerne zur Verfügung.
Mit herzlichen Grüßen aus Heidelberg, Maria Effinger
Dr. Maria Effinger
Leiterin der Abteilung Medienbearbeitung II
WWW-Redaktion
Zentrales Projektmanagement Sondersammelgebiete
Fachreferentin für Kunstgeschichte und Ethnologie
Propylaeum - Virtuelle Fachbibliothek Altertumswissenschaften
Universitätsbibliothek Heidelberg
Postfach 105749, 69047 Heidelberg
Tel.: +49 (0)6221-543561
http://SSG-Kunst.uni-hd.de
http://SSG-Archaeologie.uni-hd.de
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Beteiligung
des DArV am "Archäologischen Nachrichtenblatt"
Durch
den Beitritt des DArV zum Präsidium der Deutschen Verbände
für Archäologie haben die Mitglieder des DArV zukünftig
die Möglichkeit, in der Zeitschrift des Präsidiums "Archäologisches
Nachrichtenblatt" Beiträge und Meldungen, die fächerübergreifend
von Interesse sind, zu veröffentlichen.
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